Machtmissbrauch
Machtmissbrauch und Angst vor Strafe
Die Dinge haben sich für mich in den letzten 5 Jahren zusammengefügt (schrieb ich 2013). Ich wurde Mutter und wollte herausfinden wie man Glück, Liebe und Freiheit in der Gemeinschaft findet. Ich wollte aber auch die Wurzel von Druck, Drohung, Gewalt finden, um sie aus meinem Leben zu vertreiben. Ich wollte aber auch das Glück und die Liebe im Herzen meines Sohnes erhalten. Ich empfand es damals als große Verantwortung. Ich dachte, dass die Macht, die Eltern haben, enorm sei und Machtmissbrauch übliche Erziehungsmethode.
Es ist erschreckend wie viel Gewalt Kinder ausgesetzt sind, wie viel Gewalt wir Kindern zufügen, wenn wir ihnen unseren Willen auf zwingen. Wir glauben, es sei zu ihrem Besten. Wir machen unsere Kind fit für eine Gesellschaft die aufbaut auf Unterordnung, erzwungen durch unseren Machtmissbrauch.
Ich dachte zu dieser Zeit noch, dass es ein Richtig und ein Falsch gibt. Heute weiß ich, dass das Problem schon begonnen hat, wenn ich urteile, um zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden.
Sobald einer meint einen getrennten, unterschiedlichen Willen zu haben, wird er versuchen diesen Willen zu bekommen. Und das glaubt jeder Mensch, weil darin ja sein Mensch sein, sein getrennte Existenz, sein Leben mit einem eigenen Willen, besteht.
Auch der 7jährige wird unabhängig von seiner Erziehung, seinen Willen durchsetzen wollen. Seine eigene Macht auszubauen und einzusetzen, ist das übliche Verhalten jedes Menschen. Die resultierende Gesellschaft braucht Regeln, die bestimmen, wer gewinnt. Und Erziehung ist die Vermittlung dieser Regeln.
Letztlich habe ich mit dieser Schlussfolgerung Gary Becker bestätigt, was nun gar nicht meine Absicht gewesen war?!
Ich bin sehr dankbar für die Erkenntnis, dass es Erlösung für uns gibt.
Wir müssen das Urteilen aufgeben! Allerdings ist unsere Identifikation auch ein Urteil, so dass wir uns entscheiden müssen, zwischen unserer Identifikation als Individuum und der Erlösung.
3.5.16: Der Machtmissbrauch liegt in unserem Menschsein. Unser Menschsein ist ein Glaube, eine Identifikation, eine Fiktion. All unsere Problem, Drohung, Druck, Gewalt, Missbrauch, Krieg und Tod packen wir mit in den Einkaufkorb, wenn wir eine "unabhängiges, selbstverantwortliches Selbst" bestellen.
Solange wir glauben, dass dies möglich ist, glauben wir auch dem wahren Autor des Lebens das Drehbuch gestohlen zu haben. Solange wir glauben, dass dies möglich ist, haben wir Angst vor Strafe. Wir glauben also automatisch, dass Gott ein strafender Gott ist und hassen ihn dafür.
Auf diesen Glauben gründen wir unser Denken: Die Idee kann sich von der Quelle lösen = eine unabhängige Existenz von GOTT sein möglich.
Die gute Nachricht: Wir können unserer Quelle Nichts wegnehmen. Wir können es uns einbilden und dadurch uns selber Angst machen, aber wir können es auch lassen. In Wahrheit haben wir keine Macht und keine Existenz getrennt von GOTT. Wir brauchen keine Angst zu haben, da unser Irrglaube einfach aufgehoben wird, wenn wir es zulassen. Strafe würde unsere Tat nur fordern, wenn sie wahr wäre. Auch der Machtmissbrauch, den ich früher sah, ist nicht wahr, da Eltern gar nicht diese Macht haben. Wir sind nicht der Autor. Wir verstehen nicht wozu etwas dient.
Mit dieser Erkenntnis breitet sich ein enormes Gefühl des Friedens in mir aus, da ich meine Funktion wahr genommen habe und zugelassen habe, dass sich die Liebe Gottes durch mich ausdehnt. Danke.
Was bedeutet dies aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht?
Zuerst fällt die Diskrepanz auf zwischen dem was hier zum Menschsein gesagt ist und wie der Homo Oeconomicus betrachtet wird. In der Wirtschaftswissenschaft gibt es keine Gewalt, Missbrauch, Krieg usf.
Die Bedrohung durch den Tod spiegelt sich in Bedürfnissen wieder, in der Motivation Bedürfnisse zu befriedigen. Aber diese Motivation wird als wertfrei betrachtet, als neutral, ohne Urteil und Angriff. Unser Kampf ums Überleben sei im Kern nicht gut oder schlecht. Alle Abweichungen von diesem "vollkommenen" Zustand, wird durch Verzerrungen, wie unvollkommene Informationen, Chancenungleichheit, usf.
Die Diskrepanz, die die Freie Wirtschaftstheorie hier aufzeigt, entsteht durch das unterschiedliche Selbstkonzept. In der traditionellen Wirtschaftstheorie ist unsere getrennte Existenz als Mensch eine wertfreie Grundannahme.
Hier wird zugrunde gelegt, dass die getrennte Existenz ein urteilender Irrglaube ist. In Wahrheit gibt es diese getrennte Existenz nicht. Unsere Grundannahme ist in Wahrheit ein Irrglaube. Gewalt ist deshalb auch keine Abweichung von einem neutralen Zustand. Gewalt zeigt nur, dass wir an ein getrenntes Selbst glauben und damit glauben, dass wir durch Gewalt irgendetwas für dieses Selbst bewirken können.
In Wahrheit sind wir nicht getrennt, so dass Gewalt nur das Trennungsdenken verstärkt und somit unsere Angst. Deshalb führt Gewalt zu Gegengewalt. Wir haben uns selber Angst gemacht, weil Geben = Empfangen ist, also auch Gewalt geben = Gewalt empfangen ist.
Das stellt die wirtschaftswissenschaftliche Sicht von allem komplett auf den Kopf.
(Quellenangabe: Dieser Beitrag, wie die gesamte "Freie Wirtschaftstheorie" basieren auf meinem unautorisierte Verständnis des Buches, Ein Kurs in Wundern®, Greuthof Verlag und Vertriebs GmbH. Copyright Foundation for "A Course in Miracles")










