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Die Suche nach dem Unterschied
Derjenige Geist, der die Welt dual wahrnimmt, sieht sich selber als Mensch in einer Außenwelt, gegründet auf der These, daß die Idee sich von der Quelle trennen könne. Aus der EINSHEIT seien zwei unterschiedliche Dinge entstanden, die beide nicht vollkommen sein können, da sie ja etwas haben, was dem anderen fehlt. Da der Ursprung/ die EiNSHEIT vollkommen (ohne Mangel) gewesen sein muss, entsprechen beide Teile nicht dem Ursprung/ der Quelle.
=>
Durch Trennung wurde Mangel erzeugt, der vorher nicht da war.
Aus jedem Teil entstehen wieder neue Teile, die sich von ihrer Quelle trennen können und wiederum eine neue Vaterschaft begründen = eine Ursache sein können. Die Trennung hat ein Selbst erzeugt. Ein Teil ist mein Selbst. Ich bin demnach nicht vollkommen und unterscheide mich von anderen, aber in dieser Unterschiedlichkeit gegenüber dem Außen und der Unvollkommenheit gegenüber der EINSHEIT, begründe ich meine getrennte Existenz, die selber eine Ursache sein kann. Trennung ist Mittel und Zweck zugleich.
Die Suche nach dem Unterschied begründet nicht nur die Individualität,
sondern auch den Mangel, da es nur einen Unterschied geben kann, wenn
jemand etwas hat, was der andere nicht hat, also die Trennung von der
Quelle stattgefunden hat. Wenn ich den Unterschied finde, bestätige ich
die Trennung, bestätige ich den Mangel und meine Existenz zugleich.
In dieser Unterscheidung ist die Bewertung bereits enthalten.
Das Wesen des Mangels ist Leid und Angst vor dem Tod der eigenen Existenz, die aus dem Mangel entstanden ist.
Der Mensch glaubt unter dem Mangel zu leiden, dass es ein Fehler seines Gleichgewichts
sei, dass es etwas sei, das nicht er selbst verursacht hat. Es ist also definitiv etwas im Außen Verursachtes, von dem man wieder durch Trennung erlöst werden kann.
Auch dies ist nur wahr, wenn die Grundannahme wahr ist, dass die Trennung von Ursache (Quelle) und Wirkung (Idee) möglich ist und die Idee nach der Trennung eine eigene Existenz (Ursache) begründen kann.
Der Sohn ist also gegangen, um seine eigene Welt zu begründen und
eigenverantwortlich zu sein, stellt dann aber fest, dass er in der
Dualität nicht mehr vollkommen ist.
Der Erösungsplan des Individuums sieht also vor, den Mangel so weit auszugleichen, dass es die Trennung, die den Mangel erzeugt, aufrecht erhalten kann. Der Einzelne sucht nach dem was fehlt im Außen, in
der Hoffnung auf Erlösung vom Mangel ohne sein Selbst anzutasten.
Es muss sich etwas vom Außen aneignen und abwehren, das ihm etwas Wichtiges genommen wird.
Der Erlösungsplan sieht also vor, dass innerhalb der Dualität ein Gleichgewicht herstellen kann.
Diese Sicht des HO begründet sein ökonomisches Verhalten:
Da er unterschiedlich bleiben will, passt nicht alles, sondern nur Bestimmtes; bestimmt durch den Einzelnen selber.
Was
da gesucht wird, ist nicht nur durch das Selbst bestimmt, es muss auch
etwas abgegrenztes sein. Da es etwas ist, an dem es ihn mangelt, muss es
sich um etwas abgegrenztes handeln, etwas von dem sich jemand trennen
muss, damit der andere es haben kann.
=> Wir verwenden die Trennung/ Abgrenzung als Mittel zum Zweck (Gleichgewicht)
Hierdurch ist richtig und falsch, als individuelle Urteile über die
Gaben der Außenwelt, entstanden. Wir versuchen uns das "Richtige"
einzuverleiben (= es von jemand anderen zu trennen) und dann zu
verteidigen, das "Falsche" abzutrennen und weiteres abzuwehren.
Da
wir ja glauben den Ausgleich und nicht den Unterschied als Selbstzweck
zu suchen, sehen wir uns als Opfer in diesem resultierenden Kampf.
Dies
ist der Krieg, in den wir uns hinein gezwungen sehen, obwohl wir ja nur
den Ausgleich suchen würden. "Ich habe das nicht gewollt! Ich wollte nur einen fairen Handel."
Wir
glauben, dass dieses Verhalten auch insgesamt zum "Wohlstand der
Nationen" führt. Da wir aber garnicht nach Ausgleich, sondern nach
Mangel suchen, dem Unterschied, der mich besonders macht, werden wir
auch nur den Mangel finden und nicht den Wohlstand, und nur den Mangel
mehren.
Der Einzelne glaubt nach seinem persönlichen Ausgleich (Gleichgewicht) zu streben, obwohl er den
Unterschied (Ungleichgewicht) sucht.
Die Suche nach dem Unterschied wird uns immer zu einem Fehler/ einem
Mangel führen, da wir uns ja nicht selber in Frage stellen wollen.
Die Suche kann nicht ohne Wertung sein und erzeugt so den Mangel.
==>> Wir können uns nicht durch das Mittel der Trennung vom Mangel erlösen, wenn die Trennung den Mangel erzeugt.
Es
gibt eine andere Sicht, mit der ich mich nicht als getrennt sehe. Hier
erkenne ich, dass ich frei bin; dass wir nicht unterschiedlich oder
gleich sind, sondern EINS sind; dass die Trennung nie stattgefunden hat, da sie garnicht möglich ist.
(Quellenangabe: Dieser Beitrag, wie die gesamte "Freie
Wirtschaftstheorie" basieren auf meinem unautorisierte Verständnis des
Buches, Ein Kurs in Wundern®, Greuthof Verlag und Vertriebs GmbH.
Copyright Foundation for "A Course in Miracles")










